Zum Inhalt springen
OpenKitti

Datensouveränität

Datensouveränität

Das Wort steht heute auf vielen Angeboten. Brauchbar wird es erst, wenn man es in vier Fragen zerlegt, die sich beantworten lassen.

Wo liegen die Daten?

Auf Servern, die Ihrer Organisation zugeordnet sind, betrieben in Rechenzentren in Deutschland. Sie können die Arbeitsumgebung selbst betreiben oder betreiben lassen; in beiden Fällen ist benannt, auf welchem Server welche Daten liegen und wer den physischen Zugang zu diesem Rechenzentrum hat.

Wir verwenden keine Dienste der großen globalen Rechenzentrumsanbieter. Das ist keine Geschmacksfrage, sondern eine Bedingung: Sobald Daten dort verarbeitet werden, greift ein Rechtsrahmen, über den weder Sie noch wir verfügen.

Wer hat Zugriff?

Die Benutzerverwaltung liegt bei Ihnen. Sie legen Rollen fest, vergeben Rechte und entziehen sie. Ein Zugriff durch uns oder einen Betreiber findet nur auf Ihre Veranlassung statt und wird protokolliert.

Vorgänge, die Personen, Geld oder Außenwirkung betreffen, hinterlassen einen Nachweis: wer hat wann was veranlasst, wer hat es freigegeben, auf welcher Grundlage. Dieser Nachweis ist für Ihre Aufsicht bestimmt, nicht für uns.

Wie kommen Sie wieder heraus?

Ihre Daten liegen in offenen, dokumentierten Formaten. Für jeden Bereich gibt es einen vollständigen Export, den Sie selbst auslösen können – ohne Anfrage bei uns und ohne Frist.

Ein Ausstieg ist damit kein Verhandlungsgegenstand. Er ist eine Funktion. Wir halten das für den härtesten Prüfstein: Ein Angebot, das den Ausstieg nicht beschreibt, hat ihn nicht vorgesehen.

Was geschieht, wenn es uns nicht mehr gibt?

Der Quelltext steht unter der European Union Public Licence 1.2 öffentlich zur Verfügung. Er bleibt verfügbar, unabhängig davon, wie es dem Vorhaben oder den beteiligten Unternehmen ergeht. Eine andere Stelle kann den Betrieb übernehmen, die Arbeitsumgebung weiterentwickeln oder für sich anpassen.

Das ist der Unterschied zwischen einem Vertrag und einer Absicherung. Ein Vertrag endet mit dem Vertragspartner. Eine offene Lizenz nicht.

Im Alltag

Was das im Alltag bedeutet

  • Ein Fördergeber fragt nach der Verarbeitung personenbezogener Daten. Sie können sie benennen, statt auf die Datenschutzerklärung eines Anbieters zu verweisen.

  • Ein Anbieter ändert seine Preise oder stellt einen Dienst ein. Sie entscheiden über den Zeitpunkt eines Wechsels, nicht er.

  • Ein Mitglied verlangt Auskunft über seine Daten. Sie sehen selbst, wo diese liegen.

  • Eine Aufsicht prüft. Der Nachweis liegt in Ihrem Haus, nicht in einem Rechenzentrum, zu dem Sie keinen Zugang haben.

Welche Programme dahinterstehen

Datensouveränität ist eine Eigenschaft der Bausteine und ihrer Lizenz, nicht ein Versprechen. Welche Programme das sind und was noch nicht entschieden ist, steht auf der nächsten Seite.

Offenheit und Bausteine Pilotpartner werden